Die Erweiterung des Nationalparks Schwarzwald verursacht hohe Kosten und bringt kaum Nutzen für die Region. Ganz in Gegenteil. Der Gebietserwerb führt zu einem Verlust von mindestens 17 Millionen Euro, die laufenden Ausgaben steigen auf Rekordniveau. In Zeiten knapper Kassen ist das nicht vertretbar. Die Entscheidung hätte in die nächste Legislaturperiode gehört, um die offenen Punkte des Landesrechnungshofs zu klären und mit der Murgschifferschaft nachzuverhandeln.
Auch forstlich überzeugt das Projekt nicht. Erfahrungen zeigen, dass unbewirtschaftete Wälder schneller unter Dürre, Sturm und Borkenkäferbefall leiden. Kahlflächen, CO2-Freisetzung und höheres Waldbrandrisiko wären die Folge. Ein größerer Nationalpark erweitert Ausbreitungsräume für Schädlinge und nimmt den Forstbetrieben wichtige Handlungsmöglichkeiten.
Zudem wurde die Gemeinde Enzklösterle viel zu spät informiert. Dass Journalisten Zugang zu Unterlagen hatten, bevor die Gemeinde informiert war, ist ein Vertrauensbruch. Wir erwarten vollständige Aufklärung über die Weitergabe der Informationen.
Naturschutz braucht Vernunft und Beteiligung. Die Menschen vor Ort brauchen Planungssicherheit und faire Rahmenbedingungen. Ein stabiler, widerstandsfähiger Wald entsteht durch aktives Management, nicht durch Symbolpolitik. Die aktuelle Erweiterung erfüllt diese Voraussetzungen nicht.
Ich habe dazu im Plenum gesprochen und meine Bedenken angebracht: Worum es mir bei der Erweiterung des Nationalparks Schwarzwald geht, können Sie in meiner Rede nachhören:
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