Erste Einblicke zu den Verhandlungen des Landkreises zum Krankenhaus in Friedrichshafen gibt der Artikel der Schwäbischen Zeitung:
Der Fortbestand des Krankenhausbetriebes ist laut Betreiber sicher. Bis zum Ende des Monats haben die Interessenten ein Angebot abgegeben, nun wird verhandelt. Die Suche nach einem neuen Träger bleibt spannend.
Hintergrund:
Die Krankenhäuser in Friedrichshafen und Tettnang befinden sich seit Anfang November in einer Planinsolvenz. Der Betrieb läuft weiter, alle Abteilungen bleiben geöffnet. Die Geschäftsführung und die Sachwalter haben bestätigt, dass die Versorgung stabil bleibt.
Der Kreistag hat am 14. Oktober wichtige Entscheidungen getroffen:
• Der mögliche Zusammenschluss des MCB mit der Oberschwabenklinik (OSK) soll weiter geprüft werden.
• Die Verwaltung wurde beauftragt, konkrete und belastbare Vorschläge für ein gemeinsames Modell vorzulegen.
• Die Gespräche müssen eine faire Verteilung von Leistungen und finanziellen Lasten zwischen Friedrichshafen, Tettnang und Ravensburg sicherstellen.
• Das Markterkundungsverfahren für Alternativen – inklusive privater Träger – wird ausdrücklich unterstützt.
• Der Landkreis ist bereit, 2026 Geld bereitzustellen, allerdings nur, wenn ein tragfähiges Konzept vorliegt.
Mir ist besonders wichtig, dass der Standort Friedrichshafen als Akutklinik erhalten bleibt.
Zudem darf der Bodenseekreis nicht zum bloßen Zahler werden - dafür sind ein Sitz und eine Stimme in allen Verhandlungen notwendig. Die Zusammenlegung der Verwaltungsabteilungen ist durchaus sinnvoll, hier können Kosten eingespart werden ohne die Qualität der gesundheitlichen Versorgung zu gefährden. Was jedoch nicht passieren darf, ist eine Abwanderung wirtschaftlich starker Bereiche nach Ravensburg. Außerdem dürfen Entscheidungen zur Finanzierung durch den Landkreis erst getroffen werden, wenn ein belastbarer Sanierungsplan vorliegt.
Ich begleite diesen Prozess sehr eng, da ich im Landkreis aber auch im Landtag tätig bin. Hier setze ich mich für eine starke, verlässliche und wohnortnahe Gesundheitsversorgung im Bodenseekreis ein.
Aus dem aktuellen Wortlaut des Kreistags-Beschlusses:
Der Kreistag erkennt an, dass die Stadt Friedrichshafen als Gesellschafterin des Medizin Campus Bodensee (MCB) seit Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung in unserer Region geleistet hat. Dies war und ist eine besondere Leistung, für die der Stadt und insbesondere auch der Zeppelinstiftung Dank gebührt.
"Insolvenz der Krankenhäuser am Bodensee: Verunsicherte Patienten bekommen Antworten". - Schwäbische 10.11.
So sieht das Insolvenzverfahren aus: in der Schwäbischen wurden die wichtigsten Fragen dazu beantwortet:
Auch zum Thema Klinikum Tettnang bin ich aktiv:
Die gemeinsame parlamentarische Initiative mit meinem Fraktionskollegen erkundigt sich nach aktuellen Überlegungen der Landesregierung zum Klinikum sowie Konsequenzen und Alternativen.
Geburtsstation Überlingen - Geburtshilfe vor Ort ist Grundversorgung.
Die Situation bleibt angespannt. Versorgungslücken treffen Familien direkt.
Ich setze mich weiter dafür ein, dass Überlingen eine stabile Lösung bekommt.
Die Geburtshilfe ist seit Monaten immer wieder abgemeldet, weil Fachpersonal fehlt. Das hat das Vertrauen der Menschen erschüttert und führt zu längeren Wegen nach Friedrichshafen oder Singen. Für mich steht fest, dass Überlingen als Standort erhalten bleiben muss. Die Leistungsgruppe Gynäkologie wurde vom Land ausdrücklich zugewiesen und zeigt, dass der Standort vorgesehen ist. Frauen mit unkomplizierten Schwangerschaften müssen wohnortnah entbinden können. Stadt, Land und Betreiber brauchen jetzt eine verlässliche Lösung, eine tragfähige Personalstrategie und Kooperationen, die die Geburtshilfe dauerhaft stabilisieren. Eine Geburtsstation gehört zur Grundversorgung im ländlichen Raum. Die Geburtsstation Überlingen darf nicht weiter ausbluten.
"Landtagskandidaten nehmen Helios bei Kreißsaal-Erhalt in die Pflicht - Kandidaten von Grünen, CDU, SPD und FDP fordern Erhalt der Geburtsstation am Helios-Spital und eine verlässliche, wohnortnahe Versorgung für Familien." - Südkurier 13.11.
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